Ganz in Weiß

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Die turbulente, spannungsgeladene Kömödie in drei Akten ist ein gelungenes Experiment, bei dem ich explizid  auf den dramaturgischen Grundsatz achtete, jede Figur eine mehr oder weniger große Wandlung durchmachen zu lassen.

Spielzeit ca. 120 Minuten

Darsteller: 6 männliche und 5 weibliche Personen sowie zwei Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, auf die jedoch auch problemlos verzichtet werden kann.

Exposé: Im Rahmen einer so genannten Ich-AG hat die auf diesem Sektor völlig unerfahrene und vor allem auch wenig geschickte Agnes ein Heiratsinstitut gegründet. In der Branche gibt es jedoch viel Konkurrenz, wodurch sie gezwungen ist, jeden noch so aussichtlosen und nahezu unvermittelbaren Bewerber in ihrer Kartei aufzunehmen, wie z.B. einen Schwulen, einen Grafen, der sogar Fabrikbesitzer ist, aber einen furchtbaren Sprachfehler hat, einen ungepflegten und nach Schweinemist stinkenden Bauern, eine Frau mit 4 unehelichen Kindern, eine Türkin mit schmuddeliger Jogginghose und Kopftuch, usw.

Das Trumpf-Ass von Agnes ist Susi, ihre Nachbarin und beste Freundin. Susi springt immer dann ein, wenn es gilt, bei einem finanzkräftigen Herrn ordentlich abzusahnen oder einem besonders deprimierten Kandidaten wieder etwas Hoffnung zu geben, um ihn bei der Stange zuhalten.

Geschickt becirct sie die Herren und wenn die Sache dann zu heiß für sie wird, treten absprachegemäß ihre beiden Sprösslinge auf den Plan, die den Kandidaten ihre Lust auf Susi gründlich vergällen.

Der übereifrige Polizist Hugo Scharfmann, der in jedem Mitmenschen einen Verbrecher vermutet, wird auf das seltsame Heiratsinstitut aufmerksam. Er wittert das große Verbrechen, wechselt seine Uniform mit ziviler Kleidung und versucht, als Kunde das Institut auszuspionieren. Agnes wittert das Unheil und versucht ihrerseits dem entgegenzuwirken. Um ihm einen Denkzettel zu verpassen und ihn als Kunde für immer zu vergällen, bringt sie den Spion mit dem stockschwulen Detlef Warmbold zusammen. Detlev erscheint in freudigster Erwartung zu dem von Agnes raffiniert eingefädelten Rendesvouz, während Hugo keine Ahnung hat, wie ihm geschieht. Den feurigen Annäherungsversuchen von Detlev kann sich Hugo nur mit größter Mühe erwehren, was ihn aber nicht abhält, weiter gegen Agnes zu ermitteln.

Da sie nicht mit Computern umgehen kann, verwaltet Agnes ihre Kundenkartei noch manuell. Ebenso bewahrt sie das Geld in einer einfachen Geldkassette auf, die zusammen mit dem Karteikasten eines Nachts von einem ganz in schwarz gekleideten und maskierten Unbekannten gestohlen wird. Wer ist der Dieb? Ist er etwa unter ihren Kunden zu suchen? Soll sie den Diebstahl der Polizei melden? Dann würde aber bekannt werden, dass sie ihre Einnahmen weder versteuert noch beim Arbeitsamt gemeldet hat.

Für Agnes bahnt sich eine Katastrophe an, denn nicht zuletzt wegen ihrer Unfähigkeit und auch Unerfahrenheit gelingt es ihr partout nicht, auch nur ein einziges Paar zusammenzubringen. Finanziell auf dem Nullpunkt angelangt, drohen ihr nicht nur der blutdrünstige Bruder der Türkin sowie der ehrgeizige Polizist zum Verhängnis zu werden, sondern vor allem auch ihre anfangs zündende Idee, den Heiratskandidaten bei Nichterfolg das im Voraus zu zahlende Vermittlungshonorar doppelt zurückzuzahlen.

Als letzten Ausweg bestellt sie alle Kandidaten in ihr Institut, um bei einem Art Blindekuhspiel vielleicht doch noch das eine oder andere Paar zusammenzubringen. Nur dadurch könnte sie in letzter Minute dem drohenden Gefängnis, den horenten Rückzahlungsforderungen ihrer Kunden und der türkischen Blutrache entgehen.

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