Die schwedische Plünderung

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Den Einakter habe ich eigens für das in der Region sehr bekannte Obergrombacher Burgfest geschrieben. Das Stück kann jedoch auch auf jedem anderen historischen Dorffest gespielt werden.

Spielzeit ca. 20 – 30 Minuten

Darsteller: eine beliebige Anzahl von männlichen und weiblichen Dorfbewohnern in mittelalterlicher Kleidung, sowie mindestens zwei Kinder, die eine kleine Rolle zu spielen haben. Zwei Bäuerinnen, zwei Bauern, ein Bürgermeister sowie vier Landsknechte haben leichte und kurze Texte zu sprechen.

Expose: Zwei Frauen, zwei Männer, sowie ein Junge und ein Mädchen treten als von der Obrigkeit und von den verschiedenen Besatzungstruppen geschundene Bauern auf die Freilichtbühne, deren Hintergund möglichst aus alten Fachwerkhäusern besteht. Sie klagen auf dem Marktplatz über ihr Elend. Ein Kanonenschuss unterbricht ihr Wehklagen. Schwedische Truppen marschieren in das Dorf ein. Sie kündigen sich mit einem Trommelwirbel an.  Nach dem Aufmarsch befiehlt ihr Führer die Plünderung des Dorfes. Soldaten dringen in Häuser ein und rauben was nicht niet- und nagelfest ist.  Ein Haus wird angezündet (Nebelkanone). Es werden einige Dorfbewohner aus den Häusern gezerrt.

Da dem Hauptmann der Landsknechte die Beute offensichtlich zu gering erscheint, sucht er sich in der Person des Dorfschultes ein geeignetes Folteropfer. Er möchte von ihm wissen, wo er das letzte Geld aus den Steuereinnahmen versteckt hat.  Trotz Todesdrohungen schweigt der Dorfschultes zunächst beharrlich, weshalb der Hauptmann das Foltern mit dem so genannten „Schwedentrunk“ befiehlt (mit großem Trichter wird Pfuhl in Mund und Kehle des Opfer gefüllt). Nach zwei- oder dreimaliger Anwendung gibt der Schultes schließlich das Versteck der Geldtruhe preis.  Mit lautem Gejohle und einem Siegeslied auf den Lippen verlassen die Landsknechte das Dorf. Dabei nehmen sie eine oder zwei hübsche Dorfbewohnerinnen gefangen, die ihnen in der Nacht zu Willen sein sollen.

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