Der Medicus vom Orient

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Das mittelalterliche Stück schrieb ich im Auftrag des Theater- und Kulturvereins Bundschuh aus Untergrombach. Es kann sowohl als Freilichtspiel als auch auf einer herkömmlichen Bühne gespielt werden. Besonders eignet es sich für Theatergruppen, die gerne historische Stücke spielen aber natürlich auch für alle sonstigen Bühnen. Der Zweiakter zeichnet sich durch überaus lustige, jedoch auch sehr dramatische, aktionsreichen Szenen aus.

Spielzeit ca. 110 Minuten

Darsteller: 9 männliche und 7 weibliche Darsteller, dazu beliebige Anzahl von Statisten. Zwei weibliche und eine männliche Rolle könnten auch problemlos gestrichen werden.

Exposé: Der Medicus, seine Assistentin Josephine und der Lockvogel Leopold sind Schwindler, die den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, in dem sie ihnen vorgaukeln, sie mit dubiosen Salben, Tropfen und dergleichen von ihren Krankheiten und sonstigen Leiden heilen zu können. Mit einem Planwagen reist das Trio von Ort zu Ort. Ihre jeweilige Aufenthaltsdauer beschränkt sich immer nur auf zwei bis drei Tage. Dann müssen sie das Weite suchen, weil der Schwindel auffliegt und ihnen der Boden zu heiß wird.

Die Sprechstunden finden auf dem Marktplatz statt. In dem Sammelsurium von Heilmitteln gibt es auch ein großes, schwarzes Wundertuch. Angeblich hat der Medicus das Tuch beim Kartenspiel mit einem Scheich im Orient gewonnen. Durch die vermeintliche Heilkraft des Tuches bekommt sogar ein armer Landsknecht seinen im Kampf verlorenen Arm zurück und eine hässliche alte Hexe wird plötzlich zur Schönheit. Leopold ist es nämlich, der als Verwandlungskünstler in das Gewand des Landsknechtes und der Hexe schlüpft und anschließend den Beweis der wundersamen Heilung liefert.

Das Verhängnis nimmt seinen Lauf, als das Fürstenpaar Siegesmund und Sieglinde zum Hohenzinken auf den Wunderheiler aufmerksam wird. Die Fürstin hat eine ultralange, hässliche Nase, unter der sie sehr leidet. Der Medicus soll sie von diesem fruchtbaren Leiden befreien und ihr zu einer kleinen, hübschen Nase verhelfen. Er erhält eine hohe Vorschusszahlung. Die danach geplante Flucht des Trios wird unterbunden, in dem der Fürst seinem Scharfrichter befiehlt, für den persönlichen Schutz des Medicus und seines Wundertuches zu sorgen.

Während sich Leopold noch aus dem Staube machen kann, sitzen der Medicus und Josephine fest. Als die Lage für sie immer bedrohlicher wird, trifft zu allem Elend auch noch eine Nachricht des Königs ein, die den Schwindel endgültig auffliegen lässt. Der Fürst und die Fürstin sind außer sich vor Wut. Sie verurteilen den Medicus und Josephine kurzer Hand zum Tode. Ihr Ende scheint unausweichlich zu sein.

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