Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

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Das Stück eignet sich besonders zur Aufführung in der Weihnachtszeit. Es ist eine Komödie in zwei Akten, die überaus heiter aber auch sehr spannend ist.

Spielzeit ca. 80 Minuten

Darsteller: vier männliche und drei weibliche Personen

Exposé: Die Geschichte handelt von einem über viele Generationen überlieferten „Familienerbe“, das allerdings auszusterben droht. Der Hauptdarsteller „Erich“, der sich bereits im Rentenalter befindet, ist eigentlich noch der einzige männliche Nachkomme einer Dynastie, die man schon im 17. Jahrhundert als „Die Christbaumstehler“ bezeichnete. Die höchste Verpflichtung, die bereits genetisch verankert zu sein scheint, ist jedes Jahr an Weihnachten einen Christbaum zu stehlen.

Sein Sohn Karl müßte eigentlich das Familienerbe übernehmen. Aufgrund seines phlegmatischen und verträumten Erscheinungsbildes ist er in den Augen seines Vaters jedoch in keinster Weise geeignet hierzu. Karl nützt jede Gelegenheit zum Schlafen aus. Er ist immer müde. Seine Sprache, Gestik und Mimik lassen ihn langsam, tölpelhaft und unbeholfen erscheinen. Er ist inzwischen 24 Jahre alt und das Leben ist bis jetzt an ihm vorbeigegangen. Er hat es quasi verschlafen.

Ganz anders verhält es sich mit seiner Schwester. Liesl ist 20 Jahre und steht mit beiden Beinen im Leben. Sie scheint ihrem Bruder in allen Belangen überlegen zu sein. Liesl wäre die richtige, das Erbe der Blumhofers zu übernehmen, gäbe es da nicht den Passus, daß die Tradition nur von männlichen Mitgliedern der Familie fortgeführt werden darf.

Elfriede, die Ehefrau von Erich, ist eine Bürgermeisterstochter, die tagtäglich bereut, Erich geheiratet zu haben, da er nicht in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters getreten ist. In Erich sieht sie den klassischen Versager in der kommunalen Politik. Bereits im ersten Jahr nach ihrer Heirat erwischte sie Erich dabei, wie er sich nachts wegschlich. Zur Rede gestellt, beichtete Erich von seinem Erbe, jedes Jahr an Weihnachten einen Christbaum zu stehlen. Elfriede stufte dies als schweres Verbrechen ein und konnte sich nie damit abfinden, daß Erich dieser Tradition bis zum heutigen Tag treu blieb. So hatte er es seinem Vater geschworen. Weihnachten war somit für Elfriede jedesmal mit der fürchterlichen Angst verbunden, ihr Mann könnte beim Christbaumstehlen erwischt werden. Als Bürgermeisterstochter wäre die Schande für sie unerträglich.

Franz Burger ist der politische Widersacher von Erich. Bei einer von Erich angestrengten wichtigen Abstimmung des Gemeinderates sorgt Burger dafür, daß der Antrag von Erich abgeschmettert wird. Erich ist blamiert bis auf die Knochen. Er sinnt auf Rache.

Agathe, die Nachbarsfrau und das Tratschweib der Gemeinde, gibt dieser Situation reichlich Zündstoff bei. Sie ist es, die Elfriede, nicht ganz ohne Schadenfreude, ständig mit Neuigkeiten versorgt.

Der Dorfpolizist Albert, mit allen gut bekannt, wittert seine große Chance auf eine Beförderung als die schöne Nordmannstanne plötzlich aus Burgers Vorgarten verschwunden und er dem Täter scheinbar dicht auf den Fersen ist. Die Geschichte eskaliert in einer bei den Blumhofers durchgeführten Hausdurchsuchung.

 

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